Trockeneis Mangel – Sind PCM Kühlakkus wirklich eine Konkurrenz für Trockeneis?

In den Sommermonaten ist es bereits fast jährlich so und nun auch ganz aktuell: Die Trockeneis Knappheit. Viele Pharma- und Lebensmittel-Hersteller stehen nun vor der Herausforderung temperaturempfindliche Produkte von der Produktion, über Großhändler, bis in die Verkaufsläden und Apotheken zu bringen. Wir erklären Ihnen, woran das liegt, warum Trockeneis so wichtig für die Kühlkette ist, und auf welche zuverlässigen, nachhaltigen Alternativen. Letztlich wollen wir klären, ob  PCM Akkus Konkurrenz für das Trockeneis ist

Um es vorwegzunehmen: Das medial aufgewirbelte Thema um die Knappheit von CO2/Kohlensäure und damit verbunden das fehlende Trockeneis ist nicht neu. Gerade während den Sommermonaten steigt die Nachfrage nach Trockeneis traditionell jährlich an. Und das ist auch logisch: Lebensmittel, Pharmazeutika und auch sonstige kühlpflichtige Produkte müssen im Sommer besonders behutsam behandelt werden. Denn steigen die Temperaturen so steigen auch die Anforderungen an die Kühlkette. Es wird schlichtweg mehr Trockeneis benötigt um jene Kühlketten gleichbleibend aufrecht zu erhalten. 

Der Grund für die Trockeneis Knappheit 

Wie bereits genannt, ist die erhöhte Nachfrage im Sommer ein natürliches Phänomen aufgrund der steigenden Temperaturen, wodurch einfach mehr Trockeneis benötigt wird. Dabei stellt sich die Frage, warum ausgerechnet in den so relevanten Sommermonaten nicht einfach die Produktion für Trockeneis hochgefahren wird, um so die wichtigen Kühlketten sicherzustellen. Dadurch könnten zum einen die Risiken vermindert werden, dass Lebensmittel und Medikamente verderben oder unbrauchbar zum Kunden gelangen und zum anderen finanzielle Einbußen durch stockende Produktion und Lieferketten verhindert werden.    

Aber leider ist das nicht ganz so einfach: Der wahre Grund für die beinah jährliche Trockeneis Knappheit liegt in der Herstellung. Trockeneis wird aus reinem CO2 hergestellt, und das wiederum ist lediglich ein Nebenprodukt aus der Chemie Industrie, bspw. der Ammoniak Herstellung. Das Ammoniak wiederum wird für Dünger verwendet. In den Sommermonaten aber verbrauchen Landwirte deutlich weniger davon, wodurch es wieder weniger CO2 gibt – ein Teufelskreis 

Fällt dann bei den großen Chemie-Konzernen in Deutschland auch noch eine Anlage aus oder ändern sich Produktionsabläufe, kann dies schon einmal dazu führen, dass das Angebot an CO2 und damit auch das Angebot an Trockeneis starken Schwankungen unterliegt.

Die Impfstoff Logistik hat Vorrang 

Außerdem hat die Corona Pandemie gezeigt, wie schnell CO2 nicht nur Getränke in Form von Kohlensäure prickelnd machen kann, sondern auch in der Lage ist Leben zu retten. Ohne das -78°C kalte Trockeneis hätte die Impfstofflogistik vor einer weitaus größeren Herausforderung gestanden. Denn werden die Impfstoffe nicht ausreichend gekühlt sind sie nur wenige Tage bis hin zu wenigen Stunden haltbar. Bei Temperaturen oberhalb der üblichen Raumtemperatur können sie sogar direkt unbrauchbar werden. Natürlich setzen Hersteller in einer so besonderen Situation die Priorität auf die empfindlichen Impfstoffe aber auch andere Logistik-Bereiche der Pharmahersteller kommen dadurch schnell ins Wanken. 

Können PCM Kühlakkus mit dem etablierten Trockeneis konkurrieren?

Selbstverständlich gibt es einige Gründe, weshalb sich Trockeneis über Jahre hinweg in Kühlketten etabliert hat. Mit einer Temperatur von –78,5° Celsius können Produkte auf extrem niedrige Temperaturen gekühlt werden. Zudem ist Trockeneis bei vorschriftsmäßiger Verwendung eine sehr sichere Möglichkeit für die Kühlung der Lieferkette.  
Dennoch weist Trockeneis einige Defizite gegenüber moderneren Lösungen auf. So kann eine fahrlässige Behandlung von Trockeneis bei extrem niedrigen Temperaturen schmerzhafte Kälteverbrennungen nach sich ziehen. Zudem entsteht beim Phasenübergang eine große Menge an nicht sichtbarem CO2-Gas, welches in geschlossenen Behältern zu einem hohen Druck und somit Gefahr führen kann.

Diese Gefahren treten bei der Verwendung von PCM-Akkus nicht auf, da diese kein Gefahrgut sind. Ein weiterer Vorteil der PCM-Akkus besteht in der Wiederverwendbarkeit. Während Trockeneis nur einmalig verwendet kann, können die PCM-Akkus mehrfach verwendet werden. Langfristig führt diese Nachhaltigkeit zudem zu einem Kostenvorteil. Der wohl wichtigste Unterschied der zwei Lösungen liegt allerdings in der hohen Flexibilität der PCM-Akkus. Egal ob Kühlkette (2 bis8°C), Raumtemperatur (15 bis 25°C) oder sogar im Minusbereich (-25 bis -15° C), gibt es fertige PCM-Sets, die für die richtige Temperatur sorgen.

Tec4med Mehrwegshipper als Lösung

Moderne Probleme erfordern moderne Lösungen – und genau diese bieten unsere Tec4Med Mehrwegshipper. Für den “Letzte-Meile Transport” konzipiert, aber dennoch mit einer Laufzeit von bis zu 160 Stunden, bieten unsere wiederverwendbaren Produkte für fast jede Lieferung die passende Transportlösung. Durch Kühlung verschiedener PCM-Akkus sind die Multi-Use Boxen für Temperaturzonen von -25° bis zu +25° Celsius konfigurierbar. Auch eine Trockeneis-Version mit Spitzentemperaturen von -78° Celsius ist erhältlich.  Angefangen beim Cube mit ca. 2 Liter Volumen, über Transportboxen mit Volumen von 4-50Liter bis hin zum Palett Shipper, für jeden Transport bieten wir Ihnen eine passende Lösung.

Fazit: PCM-Akkus bieten eine gute Alternative für Kühltransporte

Nicht nur notgedrungen aufgrund des aktuellen Trockeneis-Mangel, sondern aus vielen weiteren oben erörterten Argumenten wie Sicherheit, Flexibilität und Kostenersparnissen kann ein Umstieg von Trockeneis auf PCM-Akkus ein sinnvoller Schritt zur Verbesserung Ihrer Kühlkette sein. Essenziell hierbei ist die Aufgeschlossenheit für Veränderungen und die individuelle Anpassung Ihrer Lieferkette an Ihre spezielle Anwendung – denn für jede erforderten Transportbedingungen gibt es heutzutage mehrere Alternativen, die Ihre Lieferung sicher ans Ziel bringt. Einige Anwendungsmöglichkeiten können Sie bereits auf unserer Website finden.
Gerne beraten wir Sie und unterstützen Sie dabei, die passende Lösung für Ihre Bedürfnisse zu finden. Füllen Sie einfach das untenstehende Kontaktformular aus oder kontaktieren Sie uns unter info[at]tec4med.com