Von Temperatur Mapping bis hin zu vollständiger Transparenz im Lager


Wie Lagerdaten bei Single Use Support zur Qualitätssicherung werden


Optimierung der Lagerqualität

Fehlende Transparenz in der Temperaturüberwachung

Single Use Support lagert in seinen Lagerhallen Materialien für die Produktion von Single-Use-Assemblies und legt dabei großen Wert auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung seiner Prozesse. In der Vergangenheit boten sich insbesondere im Bereich der Lagerumgebungen Chancen zur Optimierung von Abläufen und zur weiteren Effizienzsteigerung.

Ein wesentlicher Fokus lag darauf, mehr Transparenz über die tatsächlichen Temperaturverläufe in den einzelnen Lagerbereichen zu schaffen, da diese zuvor nicht systematisch erfasst wurden. Die fehlende Transparenz über Temperaturschwankungen erschwerte es, die Einhaltung von Vorgaben sicherzustellen und potenzielle Auswirkungen auf Produktqualität und Produktsicherheit frühzeitig zu erkennen. Gerade im Hinblick auf klar definierte Lagerbedingungen für bestimmte Produkte – beispielsweise ein Temperaturbereich von +20 °C mit einer zulässigen Abweichung von ± 5 °C – eröffnete sich hier ein importantes Verbesserungspotenzial.

Transparente Temperaturüberwachung im laufenden Lagerbetrieb

Um die definierten Lagerbedingungen künftig zuverlässig und nachweislich einhalten zu können, wurde mit unseren Geräten zunächst eine umfassende Temperaturverteilungsstudie (Temperatur-Mapping) in den Lagerbereichen von Single Use Support durchgeführt. Ziel dieser initialen Phase war es, die unterschiedlichen Lagerbereiche systematisch zu bewerten, Temperaturzonen zu kategorisieren sowie Hot‑ und Cold‑Spots eindeutig zu identifizieren. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten sodann die Grundlage, um geeignete Lagerplätze festzulegen und gezielte Maßnahmen abzuleiten.

Auf Basis der Ergebnisse der Temperatur-Mappings wurde anschließend ein permanentes On‑Site Temperatur‑Monitoring in die regulären Lagerprozesse integriert. Bei der Umsetzung entschied sich Single Use Support für den Einsatz von TempBeacons und SmartHubs. Ergänzend wurden weitere TempBeacons für Test‑ und Qualifizierungszwecke zur Verfügung gestellt. Die zentrale Datenerfassung und ‑verwaltung sollte dann über die Software‑Plattform Tec4Cloud erfolgen, die eine transparente, manipulationssichere und auditfähige Dokumentation aller Temperaturdaten ermöglicht.

Der Implementierungsprozess startete mit einem strukturierten Onboarding unsererseits. Dabei erhielt das Team von Single Use Support eine umfassende Einführung in die Tec4Cloud‑Umgebung, einschließlich dem korrekten Anlegen von Devices und Standorten in der Cloud sowie der Funktionsweise der Datensynchronisation.

Auch die Installation der TempBeacons gestaltete sich unkompliziert und flexibel: Die Geräte wurden gezielt an unterschiedlichen Positionen angebracht, unter anderem an Regalen und Hochregalen sowie in der Nähe von Fenstern, insbesondere an zuvor identifizierten Hot‑ und Cold‑Spots. Aufgrund der örtlichen Begebenheit einer fehlenden Wi-Fi Infrastruktur sowie unzureichendem Empfang durch das Mobilfunknetz kam der SmartHub-Einsatz für Single Use Support schlussendlich doch nicht in Frage.

Stattdessen wurde gemeinsam ein alternativer Workflow etabliert: So werden seither einmal pro Woche die TempBeacons durch die Tec4App gescannt, wodurch die Messdaten zuverlässig in die Tec4Cloud übertragen werden. Dieser Ansatz erwies sich im Praxisbetrieb als stabil und stellte dennoch eine vollständige und lückenlose Temperaturhistorie sicher.

Ein zentraler Anspruch bei der Umsetzung war es, dass das permanente Temperatur‑Monitoring nicht nur Qualitäts‑ und Compliance‑Anforderungen, sondern auch höchste Anforderungen an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Datensicherheit erfüllt. Gleichzeitig musste die Lösung ausreichend flexibel sein, um sich an verändernde räumliche Gegebenheiten und unterschiedliche Temperaturzonen anzupassen. Da die Lagerhallen bei Single Use Support regelmäßig umgebaut oder umstrukturiert werden, müssen auch die Positionen der TempBeacons jederzeit anpassbar sein.

Messbarer Mehrwert für Qualität, Transparenz und Compliance

Durch den Einsatz unserer Lösung konnte Single Use Support seine Lagerprozesse nachhaltig optimieren. Kritische Produkte werden heute ausschließlich in Lagerbereichen gelagert, in denen die definierten Temperaturgrenzen zuverlässig eingehalten werden können. Dank der kontinuierlichen und lückenlosen Aufzeichnung der Lagerbedingungen steht nun ein belastbarer Nachweis über die tatsächlichen Temperaturverhältnisse zur Verfügung, was einen entscheidenden Vorteil sowohl gegenüber Kunden als auch im Rahmen von Audits darstellt.

Die permanente Temperaturüberwachung hat zu einer deutlich höheren Transparenz über alle Lagerbereiche geführt. Seitdem sind Temperaturverläufe jederzeit nachvollziehbar, wodurch die Qualitätssicherung spürbar gestärkt wurde. Auf Basis der gewonnenen Temperaturdaten konnten in einzelnen Lagerzonen gezielt Optimierungen vorgenommen werden, beispielsweise durch die Nachrüstung zusätzlicher Klimatisierung, um stabile Temperaturbedingungen sicherzustellen.

Werden Temperaturabweichungen erkannt, greift bei Single Use Support ein klar definierter Bewertungsprozess. Dabei wird systematisch analysiert, wie lange eine Abweichung andauert, ob sie leicht oder kritisch ist, welche äußeren Einflüsse eine Rolle spielen und welche Produkte zu diesem Zeitpunkt betroffen sind. Auch technische Ursachen, etwa an der Klimaanlage, werden geprüft. Abhängig vom Ergebnis werden gezielte Maßnahmen eingeleitet, wie beispielsweise die Überprüfung oder Anpassung der Klimatechnik. Dieses strukturierte Vorgehen ist in einer internen SOP festgelegt und garantiert ein einheitliches, nachvollziehbares Handeln.

Langfristig schafft die gemeinsame Lösung einen erheblichen Mehrwert für Lager‑ und Qualitätsprozesse. Die kontinuierliche Temperaturüberwachung erhöht die Produktsicherheit nachhaltig und minimiert das Risiko von Qualitätseinbußen. Zudem unterstützt sie die dauerhafte Einhaltung von Compliance‑ und Qualitätsanforderungen durch eine belastbare, jederzeit verfügbare Datenbasis. Die gewonnenen Temperaturdaten schaffen zudem eine fundierte Entscheidungsgrundlage für operative und strategische Maßnahmen. Insgesamt ermöglicht die Lösung eine nachhaltige Optimierung der Lagerumgebung sowie eine gezielte Risikominimierung im gesamten Lagerprozess.